Information zur Transportmarktsituation und Budgetplanung

Wie schon das Vorjahr ist auch 2018 geprägt von einer hohen Nachfrage mit teilweise enormen Auftragsspitzen einerseits und begrenzten Kapazitäten andererseits. Dieser Trend wird sich auch für das Jahresendgeschäft fortsetzen. Wesentlicher Faktor für die knappen Kapazitäten ist weiterhin der Fahrermangel. Derzeit scheiden jährlich 20.000 Kraftfahrer aus dem Berufsleben aus. Nur ein geringer Teil kann durch Berufskraftfahrerausbildungen, wie bei Schuon, ersetzt werden.

Bedingt durch die steigenden Löhne in Osteuropa ist es auch inzwischen deutlich schwieriger, dort Fahrpersonal für den deutschen Arbeitsmarkt zu rekrutieren. Gleichzeitig kehren zunehmend mehr osteuropäische Fahrer in ihre Heimatländer zurück. Das Ringen um qualifiziertes Fahrpersonal ist damit voll entbrannt und die Preisspirale hat sich merklich nach oben geschraubt.

Immer größeren Einfluss hat zudem die Digitalisierung. LKWs der neuesten Generation werden zunehmend mit Assistenzsystemen ausgestattet. Das erhöht die Sicherheit von Fahrern und anderen Verkehrsteilnehmern gleichermaßen und wird von Schuon deswegen aktiv vorangetrieben. Beispielsweise nehmen wir am Feldversuch für Abbiegeassistenten in Baden-Württemberg teil. Allerdings führt der technische Fortschritt auch zu höheren Anschaffungs- bzw. Unterhaltskosten für die Flotte.

Des Weiteren nehmen wir eine spürbare Zunahme an „Unproduktivitäten“ im Transportsektor wahr. Dies sind zum Beispiel die zunehmenden Standzeiten bei der Be- und Entladung, längere Wartezeiten auf Zeitfenster, Buchung von unpassenden Zeitfenstern (da die passenden Fenster nicht mehr frei sind) sowie die erhebliche Zunahme von Staus. Laut Staubilanz des ADAC von 2017 wuchs die Zahl der Staustunden gegenüber 2016 um 9 Prozent auf nunmehr 457.000 Stunden. Auch die Energie- und Kraftstoffpreise sind gestiegen. Wie der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. festgestellt hat, ist der Diesel-Preis zwischen August 2017 und August 2018 um 17 Prozent angewachsen. (Quelle: www.bgl-ev.de/images/downloads/dieselpreisinformation.pdf)

Aufgrund dieser Entwicklungen gehen wir von einer notwendigen Preisanpassung von 3-6% für das kommende Jahr 2019 aus. Nicht berücksichtigt ist dabei die deutliche Erhöhung der Maut zum 1. Januar 2019, je nach Fahrzeugtyp, um bis zu 60 Prozent für deutsche Bundesstraßen und Autobahnen. Über diese Thematik haben wir auch in unserem letzten Newsletter (Newsletteranmeldung) berichtet. Die dadurch zu erwartenden Kostensteigerungen wirken sich je nach Struktur der Tour mit zusätzlichen 3,5-6% aus.

Die Mautsätze im Einzelnen sind ab 2019 wie folgt:

Besonders wichtig ist uns bei dieser Gelegenheit, Sie auch auf die „weichen“ Faktoren im Umgang mit dem Fahrpersonal hinzuweisen. Wir sind davon überzeugt, dass Berufskraftfahrer künftig bei der Wahl ihres Arbeitgebers verstärkt darauf achten, ob auch dessen Kunden einen ordentlichen Umgang und eine gute Arbeitsatmosphäre bieten. Neben einem vernünftigen, partnerschaftlichen Umgang des Verladepersonals spielen Faktoren wie kurze Be- und Entladezeiten, geringe Wartezeiten, wenige Stops pro Tour, keine Be- und Entladetätigkeit durch das Fahrpersonal, sanitäre Anlagen und Sozialräume vor Ort, freies WLAN u.v.m. eine wichtige Rolle. Bitte tragen Sie auch solche Themen in Ihre Organisation, um zukünftig als attraktiver Verlader jederzeit auf die nötigen Kapazitäten zurückgreifen zu können.

Schuon wird seinen Teil dazu beitragen, um Ihnen weiterhin „Logistik für die Besten.“ zu bieten. Es zeichnet sich jedoch immer mehr ab, dass die beste Logistik nur zusammen mit Ihnen, unseren Kunden, möglich ist. Gehen wir es also gemeinsam an!

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