Als Partner im ELVIS-Verbund (Europäischer Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure) verfolgen wir die regelmäßigen Marktanalysen des Netzwerks aufmerksam. Der Marktreport für das zweite Quartal beschreibt Entwicklungen der Lkw-Transportbranche, die auch wir spüren: steigende Kosten und wachsende bürokratische Anforderungen.
In den vergangenen Jahren sind zahlreiche Kosten deutlich gestiegen, ohne dass diese vollständig an die Kunden weitergegeben werden konnten. Dazu zählen etwa die jüngste Mauterhöhung auch für unvermeidliche Leerfahrten, wachsende Personalkosten und zahlreiche indirekte Kosten. Mit der Erhöhung des Mindestlohns steht bereits die nächste (indirekte) Kostenerhöhung bevor.
Parallel dazu gehen die verfügbaren Transportkapazitäten spürbar zurück. Sollte das geplante Investitionspaket der Bundesregierung tatsächlich zusätzliche Nachfrage erzeugen, stellt sich die Frage: Wer übernimmt die Transporte, wenn sich die Rahmenbedingungen nicht verbessern?
Besonders drängend ist daher der Abbau von Bürokratie, etwa bei der Einstellung von Fachkräften aus Drittstaaten sowie bei der Anerkennung von Führerscheinen und Qualifikationsnachweisen. Ohne entsprechende Anpassungen besteht die Gefahr, dass ein wirtschaftlicher Aufschwung an fehlenden Transportkapazitäten scheitert.
Mittelständische Transportdienstleister benötigen faire und verlässliche Rahmenbedingungen. Nur so können wir gemeinsam mit Verladern und Politik dafür sorgen, dass Logistik auch künftig zuverlässig funktioniert – und investitions- und zukunftsfähig bleibt.

